Die Wende lassen wir erst einmal offen und erzählen euch was vorher geschah:
Nachdem sich das Wetter am letzten Freitag den ganzen (Vor-)Mittag sehr merkwürdig benahm, war kurz vor dem Beginn der Anmeldung um 16Uhr die Hoffnung auf gute Wetterverhältnisse völlig niedergeschlagen. Einmal regnete es, einmal kam die Sonne hervor und einmal schien beides gleichzeitig den Tag zu beherrschen. Doch dann, wie im Märchen die Stelle, an der der Held sein Ziel erreicht, verflogen die dunklen Wolken und Sonnenstrahlen verwandelten den Luckenwalder Marktplatz in eine wunderschöne Lichtung.
Ganze 34 Teams meldeten sich zum Kampf um den Schlüssel zum Finale des LBS-Cup2009 - der Wildcard! Ganz so einfach wurde es den Teilnehmern jedoch nicht gemacht. In den bevorstehenden Straßenfußball-Spielen sollte wie schon immer Fair-Play, Toleranz und Achtung im Vordergrund stehen. Wie sich später herausstellen sollte, wurden diese Punkte von den Teams auch souverän gemeistert. Vielmehr machten andere mysteriöse Geheimnisse dieses Tournier so ausgefallen kompliziert und in dieser Tour bisher einzigartig, sodass die Vergabe des Lorbeerkranzes sogar noch offen steht…
Parallel zu diesem Wettkampf wurde auf dem Olymp in Luckenwalde eine zweite Disziplin eingeführt. Nämlich die Ablichtung der Olympioniken auf Papier. In der modernen Sprache genannt, Fotowettbewerb der Märkischen Allgemeinen Zeitung und der LBS Ostdeutsche Landesbausparkasse! Auch hier werden unter den Gewinnern attraktive Preise, wie zum Beispiel VIP-Eintrittskarten zu einem Hertha-Spiel verlost!
Weitere Informationen hierzu gibt es hier: www.MaerkischeAllgemeine.de/lbscup
Die Eröffnung des Turniers um 17Uhr übernahmen folgende Gäste: Herr Dr. U. Krink, LBS Ostdeutsche Bausparkasse AG; Herr Dr. P. Danckert, Vorsitzender des Sportausschusses des Dt. Bundestags, SPD-Fraktion; Frau Prof. Dr. S. Heppener, seniorenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Landtag; Frau E. Herzog von der Heide, Bürgermeisterin Luckenwalde; Herr J. Akuloff, die Linke; Frau C. Pawlock, Geschäftsführerin Kreissportbund Teltow-Fläming; Frau S. Wittig, Jugendsekretärin Kreissportjugend Teltow-Fläming; Herr O. Pinz, Vorsitzender Kreissportbund Teltow-Fläming.
Anders als in der griechischen Antike sind beim LBS-Cup die hinter dem Sieger Platzierten nicht die Schmach des Volkes! So öffnete Robert Busch, Jugendsekretär des Veranstalters Brandenburgische Sportjugend, die Ansprache mit den genau passenden Stichworten: „Fair-Play, Toleranz, Teamgeist […]“. Weniger der Sieg beschreibt die Ziele des LBS-Cup, dafür mehr diese Werte. Zur Fairness appellierte auch Dr. Danckert und Frau Prof. Dr. Heppener zeigte uns, dass in unserer hier versammelten Gemeinschaft noch mehr stecke. Sport mache uns so stark, dass wir allen gegenüber tolerant sein könnten, betonte sie und enthüllte dessen noch größere Bedeutung für die Politik. Und wenn alle mitmachen, dann funktioniere auch die Demokratie, erläuterte sie!
Unser politisches Anliegen der Demokratie und Gleichheit bei der Tour unterstrich in Luckenwalde auch wieder das Mobil der Initiative Tolerantes Brandenburg*. Die freundlichen Mitarbeiter dieses Projekts erklärten Interessierten ungezwungen und informativ die Aspekte und den Rahmen der Demokratie.
Zum Schluss kam bei der Ansprache auch die seit mehreren Jahren von der Idee überzeugte und beim Straßenfußball engagierte Teamerin Marie-Luise zu Wort: „Ich wünsche mir Toleranz, Fairness und viel Spaß! […]“
Ihr Wunsch ging in Erfüllung; kaum einmal mussten Courtbeobachter in das Spiel eingreifen. Unterschiedliche Nationen, und Menschen verschiedener Hautfarben spielten zusammen in fairer Weise Straßenfußball. Obwohl aufgrund des sandigen Untergrunds einige Verletzungen zustande kamen, bereitete das Turnier den meisten sehr viel Spaß. Den Court vier störte der Sand offensichtlich gar nicht. Anscheinend von der Muse geküsst, führten die Teams dort immer wieder sehr kreative Fair-Play-Zusatzregeln aus und banden sogar ihre Teamer in die Aktionen ein.
Für Freude sorgten an dem noch immer lichten Tag auch die interessanten Mannschaftsnamen, wie beispielsweise „Danis Friseursalon“.
Für Personen, die bei der Eröffnung noch nicht anwesend waren, erweckte eine kleine Gruppe in neonfarbener Kleidung viel Aufmerksamkeit. Nachdem das Turnier anschließend für die Zwischenpause unterbrochen wurde, löste sich das Rätsel: Es waren die drei jungen Frauen und zwei jungen Männer von der Tanzgruppe BeatAss. Mit energetischen Moves zeigten sie eine gute Körperbeherrschung und boten eine weniger romantisch wie Dirty Dancing, dafür umso mehr coole und stimmungserzeugende Show! Kein Wunder, dass sie die Gewinner der letzten zwei Jahre des Berlin/Brandenburg Dance-Cups waren! Vielleicht musste sich nach dem Auftritt von BeatAss der eine oder andere Junge aus dem Publikum erst einmal mit dem von Bad Liebenwerda gesponsertem Wasser abkühlen oder auf den Relaxliegen ausruhen – wir wissen es nicht!
Bekannt ist nur, dass sich nach der Zwischenrunde etwas veränderte… Nur was? Langsam zogen aus der Richtung der Turnierleitung dunkle, ja nahezu schwarze Wolken über die Courts. Dann schlich ein stiller kalter Wind über den Platz. Schaudererregend war es in diesem Moment in den Himmel zu blicken! Stille. Kein Hauch von Wind. Und plötzlich fiel der erste Tropfen. Dann der nächste. Und so weiter, bis sich das Wetter zu einem Sturm ausartete!
Zum Wohle der Teilnehmer wurde das Turnier noch vor dem Sturm vorzeitig beendet, sodass sich jeder sicher nach Hause begeben konnte.
Das heißt jedoch nicht, dass das Turnier ohne Ergebnis bleibt. Die gespielte Zwischenrunde dient uns als Grundlage zur Errechnung der Platzierungen. Sobald die Ergebnisse feststehen, werden diese hier veröffentlicht und die ersten 16 werden schriftlich informiert.
Der Held und seine 15 Gefolgen erhalten außerdem per Post den Schlüssel zum Finale in Lübbenau zugesandt!
Und denkt dran, das ist kein Märchen sondern Realität! Bis bald!
Bilder folgen Anfang der Woche!
*Weitere Informationen zum Projekt: www.tolerantes.brandenburg.de