„Wir wollen mit dem Jolkafest die Leute aus der Wohnung herauslocken, um gemeinsam mit den Kindern etwas zu unternehmen“, sagte Lilia Wolf und lobte die Größe der Halle. Die Akustik habe jedoch stark zu wünschen gelassen.In diesem Jahr wurde das Fest vom Tanzclub „Rose“ e. V. im Rahmen eines Integrationsprogrammes ausgerichtet. Die Vereinstrainerin Lilia Wolf war an diesem Tag in das Kostüm von Snegurotschka, dem Schneeflöckchen, geschlüpft. Denn natürlich gehört zum Jolkafest ein zünftiges Theaterstück. Darin drehte sich in Forst alles um den von der Hexe Babajaga und einer weiteren finsteren Gestalt entwendeten Zauberstab von Djed Moros (Väterchen Frost). Dieser Zauberstab ist einfach unverzichtbar, damit an der Jolka, dem festlich geschmückten Tannenbaum auch alle Lichter entzündet werden können. Doch alles wurde gut und so flammten mit einem Schlag in der abgedunkelten Halle alle Lichter auf.
Traditionsgemäß wurde der strahlende Lichterbaum in der Saalmitte mit großem Jubel umtanzt. Für die musikalische Umrahmung sorgte Victor Sehl aus Guben, der meisterlich die Garmoschka, das russische Knopfakkordeon spielte. Dabei erklang auch das traditionelle Lied vom kleinen Tannenbaum. Viele ausgelassene Spiele hatten die Organisatoren für die kleinen Teilnehmer vorbereitet, die zum Abschluss kleine Geschenke erhielten. „Zahlreiche der angemeldeten Kinder sind erkrankt“, stellte am Samstag Lilia Wolf fest. Diese bekommen dann im neuen Jahr eine kleine Aufmerksamkeit. Ein besonderes Erlebnis war der Abend für die neunjährige Emily Steinhardt aus Forst.
Solch eine Jolkafest hatte die kleine Tänzerin vom Tanzclub Rose bislang noch nicht erlebt. „Es gab ein buntes lustiges Programm mit vielen Spielen für uns“, sagte sie.