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Es war bereits das zweite Treffen dieser Art in Blossin – denn bereits eine Woche zuvor hatten sich hier ebenso 40 Frauen und Kindern aus dem Land Brandenburg zum gemeinsamen Inline – Skating Kurs eingefunden. Die Teilnehmerinnen kamen dabei aus verschiedenen Teilen des Landes und waren ausschließlich Spätaussiedlerinnen, einige davon mit Kindern.
Vielen von Ihnen nahmen in der Zeit vor dem Wochenendlehrgang an den regelmäßigen Inline – Kursen in Ihrer Heimatstadt teil. Denn die Brandenburgische Sportjugend startete im Sommer dieses Jahres das Inline – Skating Projekt für Migrantinnen wieder neu und bietet seit dem mit zwei Inline – Skating Instruktorinnen regelmäßige Kurse in Cottbus, Spremberg, Forst/Lausitz, Lübben und Finsterwalde an. Mit Irina Zeiger und Larissa Markus konnten auch zwei Spätaussiedlerinnen für diese Arbeit angestellt werden.
An ihren Kursen nehmen Frauen jeden Alters teil. „Wir möchten insbesondere Frauen in unsere Kurse holen, die noch keinen Zugang zum Sport gefunden haben.“ sagt Larissa Markus über ihr Projekt. Das Durchschnittsalter Ihrer Kursteilnehmer liegt bei ca. 45 Jahren. „Gerade Spätaussiedlerinnen leben häufig sehr isoliert und haben keine Arbeit. Mit Hilfe des Sports möchten wir sie aus der Isolation holen und an den organisierten Sport heranführen.“ Sagt Uwe Koch, der Projektleiter.
In Blossin treffen sich Teilnehmer aus den verschiedenen Kursen des Landes. Einige von Ihnen sind zum ersten Mal für drei Tage ohne ihre Familie unterwegs und erlernen seit langer Zeit eine neue Sportart. Diese Abwechslung wird gern von den Frauen angenommen, kommen sie doch sonst nur schwer durch den Alltag von der Familie fort. Neben dem Inline – Skating wird sich dann natürlich auch viel über das eigene Leben ausgetauscht.
Am Ende der drei Tage bekam jede Teilnehmerin noch eine Teilnehmerurkunde und ein T – Shirt als Motivation für die nächsten Kurse zu Hause.
sieht spaßig aus
könntet ihr vielleicht auch vorher auf solche Veranstaltungen hinweisen ?
Hat das uns sehr gefallen,
für Kindern und Frauen sehr Gut!
Diese Bilder sprechen eine Sprache die jeder versteht - es ist die Sprache der Freude
Integration durch Sport betrachte ich als eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Es ist eine Möglichkeit den Menschen zu helfen, die voller Hoffnung in eine fremde Heimat gekommen sind. Wer- wie Larissa und Irina durch ihre gute Arbeit ein Leuchten in den Augen dieser Menschen erzeugt, wird dafür nicht nur mit Geld belohnt, sondern auch mit der Dankbarkeit der Teilnehmer. Ich habe auf den Bildern diese Freude gesehen. Wenn Politiker über den mangelnden Integrationswillen klagen, so müssen sie sich die Frage gefallen lassen, ob die Arbeitsmarktpolitische Situation es den Integrationswilligen ermöglicht, sich selbst durch Arbeit in dieses Land zu integrieren. Woher soll der Wille zur Integration kommen, wenn das Ziel dieser Menschen, durch bezahlte Arbeit am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, kaum erreicht werden kann?
Integration durch Sport ist ein erster sehr wichtiger Schritt, dem ein weiterer folgen sollte. Das ist die Belohnung mit der Möglichkeit, durch Arbeit am Reichtum dieses Landes teilzuhaben. Erst wenn die Deutschen aus Russland praktisch erleben können, dass sich die Mühe auch lohnt, die deutsche Sprache zu erlernen, sich der hiesigen Kultur anzupassen - ja erst dann wird diese fremde Heimat auch zum Heimatland.
Kluge Politiker geben vorrangig Geld für die Förderung der Integration aus, die Dummen geben es hauptsächlich zur Bekämpfung von Fremdenfeindlichkeit und zur Minderung der gesellschaftlichen Auswirkungen ihrer gescheiterten Integrationspolitik aus.
Mit herzlichen Grüßen