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20.12.06 16:02 Alter: 2 Jahr(e)

"Migrantinnen in Deutschland leben häufig isoliert, das habe ich selbst erlebt."

Von: www.integration-durch-sport.de und Brandenburgische Sportjugend

Diese Aussage stammt von Larissa Markus. Die 32-jährige kommt aus Kasachstan und lebt seit mittlerweile fünf Jahren in Deutschland. Für das Projekt `Integration durch Sport´ der Brandenburgischen Sportjugend organisiert die ausgebildete Skate-Trainerin Kurse und Ausflüge für Migrantinnen und ihre Kinder. Markus ist gelernte Diplom-Landwirtin und war kasachische Eiskunstlaufmeisterin. Mit dem Skate-Projekt will sie vor allem jüngere Migrantinnen ansprechen und aus der Isolation holen, damit es diesen leichter fällt sich in die Gesellschaft zu integrieren.

Diese Aussage stammt von Larissa Markus. Die 32-jährige kommt aus Kasachstan und lebt seit mittlerweile fünf Jahren in Deutschland. Für das Projekt `Integration durch Sport´ der Brandenburgischen Sportjugend organisiert die ausgebildete Skate-Trainerin Kurse und Ausflüge für Migrantinnen und ihre Kinder. Markus ist gelernte Diplom-Landwirtin und war kasachische Eiskunstlaufmeisterin. Mit dem Skate-Projekt will sie vor allem jüngere Migrantinnen ansprechen und aus der Isolation holen, damit es diesen leichter fällt sich in die Gesellschaft zu integrieren.
 
Bereits seit fünf Jahren arbeitet Larissa Markus ehrenamtlich für die Brandenburgische Sportjugend. Die eigene Erfahrung der Einsamkeit in der neuen Heimat, einem zunächst fremden Land hat sie geprägt. „Wir müssen dieses Leben leben und nicht das vergangene in Russland. Für weibliche Migrantinnen gibt es nur ein begrenztes Freizeitangebot, für die Männer sieht es da ein wenig besser aus, sie treffen sich beispielsweise zum Fußball spielen“, fasst Larissa Markus ihre Beobachtungen zusammen.
 
Daher kam die Idee, ein speziell auf Migrantinnen zugeschnittenes Sportangebot zu entwickeln. „Skaten ist eine Trendsportart, außerdem ist sie ideal für Frauen und auch deren Kinder“, so Markus weiter. Im Winter steht Larissa Markus vor der Herausforderung, dass Angebot für die Migrantinnen trotzdem aufrecht zu erhalten. „Es geht für mich vor allem darum, geeignete Hallen zum Skaten zu finden, dann ist der Rest kein Problem mehr, denn Skates und die entsprechende Ausrüstung bringen wir mit“, so Larissa Markus.
 
Beim Angebot fährt Larissa Markus mit Unterstützung der Brandenburgische Sportjugend eine Doppelstrategie: Es gibt sowohl Anfängerkurse als auch Ausflüge, wobei derzeit die Kurse im Vordergrund stehen, um vor allem Migrantinnen und ihre Kinder zu gewinnen die diesen Sport bislang nicht ausgeübt haben. Jörg Schneider, stellvertretender Projektleiter Integration durch Sport der Brandenburgischen Sportjugend ist mit dem bisherigen Verlauf des Projektes äußerst zufrieden: „Larissa Markus ist von uns ausgebildet worden und in der Lage, Gruppen selbstständig zu leiten. Zudem ist sie sehr engagiert und hat bereits einige unserer Projekte erfolgreich begleitet.“
 
Großes Interesse bei den Migrantinnen
 
Im Rahmen dieses Projektes gab es am zweiten Dezemberwochenende einen dreitägigen InlineSkating - Intensivkurs für Mädchen, Frauen und Kinder in Blossin. Die Teilnahme lag dabei doppelt so hoch wie ursprünglich kalkuliert. „Doch das ist kein Problem, sagt Larissa Markus, da genügend Skates und die entsprechende Ausrüstung vorhanden sind. Das ganze Projekt ist langfristig angelegt, erklärt Jörg Schneider: „Es geht um Nachhaltigkeit, darum die Migrantinnen dauerhaft in regionale Sportangebote einzubeziehen“.

 
Dass Larissa Markus mit der Brandenburgischen Sportjugend und dem Skate-Projekt für Migrantinnen auf dem richtigen Weg ist, belegen nicht nur die hohen Teilnehmerzahlen an den Veranstaltungen. „Manche der Frauen wollen auch eine Ausbildung zur Übungsleiterin für das Skaten machen, um mir dann zu helfen. Das freut mich natürlich sehr, denn dann sind wir bald in der Lage die Skateveranstaltungen in noch mehr Orten und Landkreisen anzubieten, um es vielleicht eines Tages sogar in ganz Brandenburg machen zu können“, schwärmt Larissa Markus. Das Projekt ist derzeit noch auf die Landkreise Dahme-Spreewald, Teltow-Fläming und deren unmittelbare Umgebung beschränkt. Eines liegt ihr neben dem Projekt noch ganz besonders am Herzen: „Ich fühle mich nicht als Russlanddeutsche und möchte auch nicht so bezeichnet werden, ich bin eine Deutsche aus Russland, darauf lege ich großen Wert.“



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1 Kommentar
#1 Wolfgang Raeke schrieb am 15.01.2008 21:03 answer

Diese Bilder sprechen eine Sprache die jeder versteht - es ist die Sprache der Freude

 

Integration durch Sport betrachte ich als eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Es ist eine Möglichkeit den Menschen zu helfen, die voller Hoffnung in eine fremde Heimat gekommen sind. Wer- wie Larissa und Irina durch ihre gute Arbeit ein Leuchten in den Augen dieser Menschen erzeugt, wird dafür nicht nur mit Geld belohnt, sondern auch mit der Dankbarkeit der Teilnehmer. Ich habe auf den Bildern diese Freude gesehen. Wenn Politiker über den mangelnden Integrationswillen klagen, so müssen sie sich die Frage gefallen lassen, ob die Arbeitsmarktpolitische Situation es den Integrationswilligen ermöglicht, sich selbst durch Arbeit in dieses Land zu integrieren. Woher soll der Wille zur Integration kommen, wenn das Ziel dieser Menschen, durch bezahlte Arbeit am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, kaum erreicht werden kann?

Integration durch Sport ist ein erster sehr wichtiger Schritt, dem ein weiterer folgen sollte. Das ist die Belohnung mit der Möglichkeit, durch Arbeit am Reichtum dieses Landes teilzuhaben. Erst wenn die Deutschen aus Russland praktisch erleben können, dass sich die Mühe auch lohnt, die deutsche Sprache zu erlernen, sich der hiesigen Kultur anzupassen - ja erst dann wird diese fremde Heimat auch zum Heimatland.

Kluge Politiker geben vorrangig Geld für die Förderung der Integration aus, die Dummen geben es hauptsächlich zur Bekämpfung von Fremdenfeindlichkeit und zur Minderung der gesellschaftlichen Auswirkungen ihrer gescheiterten Integrationspolitik aus.

 

Mit herzlichen Grüßen

 

Wolfgang Raeke


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